{"product_id":"grenzfahrt-andrzej-stasiuk","title":"Grenzfahrt (Andrzej Stasiuk)","description":"\u003cdiv\u003e\n\u003cp\u003eJuni 1941, wenige Tage vor dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion. Im Dorf am Bug haben sich deutsche Besatzungssoldaten einquartiert, in der Nähe verstecken sich polnische Partisanen. Jeder hier weiß, dass Lubko, der Fährmann, gegen Geld Fliehende und Händler ans andere Ufer rudert. Doris und Maks, ein jüdisches Geschwisterpaar aus der Stadt, wollen sich vor Verfolgung retten - hinüber nach Russland, am besten bis an den Amur. Doch Lubko weigert sich. Was er tut, ist gefährlich, macht ihn erpressbar, und die Nächte in jenen Tagen sind mondlos. \u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Geschehen scheint sich aus der verträumten, nächtlichen Flusslandschaft zu entwickeln, die fremd und bedrohlich wirkt, seit Motorräder, Lastwagen und Panzer hindurch rollen und deutsche Wörter durch die Luft schwirren. \u003c\/p\u003e\n\u003cstrong\u003eDie Lektüre schlägt sofort in Bann, auch weil \u003cem\u003eGrenzfahrt\u003c\/em\u003e eine weitere Dimension öffnet - die der Erinnerung. Zurück in jenem Dorf, am Ende des Lebens, will dem Vater des Erzählers nicht mehr einfallen, dass er hier Kind war. Wie Stasiuk diese Episoden in die atemlose Kriegserzählung hineinwebt, verleiht dem Roman seine poetische und existentielle Wucht.\u003c\/strong\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eAutorenportrait\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp\u003eAndrzej Stasiuk, der in Polen als wichtigster jüngerer Gegenwartsautor gilt, wurde 1960 in Warschau geboren, debütierte 1992 mit dem Erzählband \u003ci\u003eMury Hebronu (Die Mauer von Hebron)\u003c\/i\u003e, in dem er über seine Gewalterfahrung im Gefängnis schreibt. Stasiuk wurde 1980 zur Armee eingezogen, desertierte nach neun Monaten und verbüßte seine Strafe in Militär- und Zivilgefängnissen. 1986 zog er nach Czarne, ein Bergdorf in den Beskiden.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e1994 erschienen \u003ci\u003eWiersze milosne i nie (Nicht nur Liebesgedichte)\u003c\/i\u003e, 1995 \u003ci\u003eOpowiesci Galicyjskie (Galizische Erzählungen)\u003c\/i\u003e und \u003ci\u003eBialy Kruk (Der weiße Rabe;\u003c\/i\u003e 1998 bei Rowohlt Berlin), 1996 der Erzählband \u003ci\u003ePrzez rzeke (Über den Fluss\u003c\/i\u003e; diesem Band ist \u003ci\u003eDie Reise\u003c\/i\u003e entnommen) und 1997 \u003ci\u003eDukla\u003c\/i\u003e.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e2002 erhält er den von den Partnerstädten Thorn (Polen) und Göttingen gemeinsam gestifteten Samuel-Bogumil-Linde-Literaturpreis. Den literarischen Jahrespreis Nike\u003ci\u003e \u003c\/i\u003eerhielt Andrzej Stasiuk 2005 für sein Buch \u003ci\u003eUnterwegs nach Babadag. \u003c\/i\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSein vielfach ausgezeichnetes Werk erscheint in 30 Ländern. 2016 wurde er mit dem Staatspreis für europäische Literatur 2016 ausgezeichnet.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eRenate Schmidgall, geboren am 26. März 1955 in Heilbronn, ist deutsche Übersetzerin polnischer Literatur und lebt in Darmstadt. Sie studierte Slawistik und Germanistik in Heidelberg und war anschließend als Bibliothekarin am Deutschen Polen-Institut beschäftigt. Von 1990 bis 1996 arbeitete sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Seither ist sie als freie Übersetzerin tätig.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eWeitere Angaben\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003eBuch (Hardcover), Deutsch, 355 Seiten\u003c\/div\u003e","brand":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":63440044982621,"sku":"K096147454","price":21.8,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0911\/8915\/0045\/files\/225461-9614745400001A.jpg?v=1771143719","url":"https:\/\/weltbild.ch\/products\/grenzfahrt-andrzej-stasiuk","provider":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","version":"1.0","type":"link"}