{"product_id":"im-radio-das-meer-jurgen-becker","title":"Im Radio das Meer (Jürgen Becker)","description":"\u003cdiv\u003eMit diesem Buch bewegt sich Jürgen Becker im Grenzbereich der literarischen Möglichkeiten. Nach dem Journalroman Schnee in den Ardennen und den Journalgeschichten Die folgenden Seiten verbleiben nur mehr Journalsätze, die der Strom der Wahrnehmungen, Erinnerungen und Imaginationen zurückläßt. \n\nEs sind Sätze, auf die sich, in Partikeln, eine ganze Biographie reduziert. Die den Augenblick mit einer Geschichte versehen, deren Vergangenheit im Ungesagten bleibt. Die Erfahrungen konzentrieren, auf die ein Gedicht oder romanhaftes Erzählen warten könnte.\n\nEs sind Sätze, die zufällig entdeckt oder nach langen Recherchen in der Bewußtseinslandschaft entstanden sind. Die das Banale wie das Absurde benennen, das Naheliegende und das Entfernte, die Verstörungen der Kindheit und die Irritationen des Alters. Jürgen Beckers Konzept, journalhaft auf die oft so irreal erscheinende Wirklichkeit zu reagieren, kommt hier zu einer rigorosen Konsequenz: der Minimalisierung des Schreibens.\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eAutorenportrait\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp\u003eJürgen Becker wurde 1932 in Köln geboren und verbrachte dort seine Kindheit. Während der Kriegs- und Nachkriegsjahre, zwischen 1939 und 1947, lebte er in Erfurt. Nach Aufenthalten in Osterwieck\/Harz und Waldbröl kam er 1950 nach Köln zurück. 1953 Abitur. Nach kurzem, abgebrochenem Studium begann er seine Existenz als freier Schriftsteller; seinen Lebensunterhalt bestritt er jahrelang mit wechselnden Tätigkeiten, als Arbeiter und Angestellter, als Werbeassistent und Journalist. Er arbeitete für den WDR und in den Verlagen Rowohlt und Suhrkamp. Zwanzig Jahre lang, bis 1993, leitete er die Hörspielredaktion des Deutschlandfunks.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eGroße Aufmerksamkeit fand Jürgen Becker mit seinem ersten Prosabuch \u003ci\u003eFelder\u003c\/i\u003e (1964); die beiden folgenden Bücher \u003ci\u003eRänder\u003c\/i\u003e (1968) und \u003ci\u003eUmgebungen \u003c\/i\u003e(1970) festigten seinen Ruf als Verfasser experimenteller Literatur. Zugleich wirkte er mit seinen ersten Hörspielen (\u003ci\u003eBilder, Häuser, Hausfreunde\u003c\/i\u003e) am Entstehen des »Neuen Hörspiels« mit. In seinem 1971 veröffentlichten Fotobuch\u003ci\u003e Eine Zeit ohne Wörter\u003c\/i\u003e verschmolz er seine literarische Arbeit mit dem visuellen Medium. Die künstlerischen Grenzüberschreitungen der Avantgarde hatte er 1965 bereits mit dem Band \u003ci\u003eHappenings\u003c\/i\u003e dokumentiert, einer Gemeinschaftspublikation mit dem Happening-Künstler Wolf Vostell.\u003cbr\u003eIn den Siebziger- und Achtzigerjahren konzentrierte sich Jürgen Becker auf die Lyrik. Die in dieser Zeit entstandenen Gedichtbände - darunter \u003ci\u003eDas Ende der Landschaftsmalerei\u003c\/i\u003e (1974), \u003ci\u003eOdenthals Küste\u003c\/i\u003e (1986), \u003ci\u003eDas Gedicht der wiedervereinigten Landschaft\u003c\/i\u003e (1988) - platzierte die Kritik in die obersten Ränge der zeitgenössischen Poesie. Gleichzeitig schrieb Jürgen Becker weiterhin Hörspiele und die beiden Prosabücher \u003ci\u003eErzählen bis Ostende\u003c\/i\u003e (1980) und \u003ci\u003eDie Türe zum Meer\u003c\/i\u003e (1983). Dazu korrespondierte er weiterhin mit dem visuellen Medium: \u003ci\u003eFenster und Stimmen \u003c\/i\u003e(1982), \u003ci\u003eFrauen mit dem Rücken zum Betrachter\u003c\/i\u003e (1989), \u003ci\u003eKorrespondenzen mit Landschaft \u003c\/i\u003e(1996) entstanden nach Collagen seiner Frau, der Malerin Rango Bohne, \u003ci\u003eGeräumtes Gelände\u003c\/i\u003e (1995) nach Bildern seines Sohnes, des Fotografen Boris Becker.\u003cbr\u003eWende und Wiedervereinigung wirkten entscheidend auf das Schreiben Jürgen Beckers ein. Die Wiederentdeckung der Orte und Landschaften zwischen Elbe und Oder, Rügen und Thüringer Wald motivierten seine Gedichtbände \u003ci\u003eFoxtrott im Erfurter Stadion\u003c\/i\u003e (1993) und \u003ci\u003eJournal der Wiederholungen\u003c\/i\u003e (1999), die Erzählung \u003ci\u003eDer fehlende Rest \u003c\/i\u003e(1997) und vor allem den im Sommer 1999 erschienenen Roman \u003ci\u003eAus der Geschichte der Trennungen.\u003c\/i\u003e Mit den Vorbereitungen dazu begann er während eines Stipendiums im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Es war dies Jürgen Beckers erster Roman; eine bewegende, persönliche Geschichte, die zugleich von den Widersprüchen der deutschen Erfahrungen erzählt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eJürgen Beckers Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. erhielt er den Preis der Gruppe 47, den Literaturpreis der Bayerischen Akademie der schönen Künste, das Stipendium der Villa Massimo, den Bremer Literaturpreis, den Heinrich-Böll-Preis. Jürgen Becker war Mitglied der Akademie der Künste in Berlin-Brandenburg, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur, sowie des PEN-Clubs. 2001 erhielt er für seinen Roman \u003ci\u003eAus der Geschichte der Trennungen\u003c\/i\u003e den Uwe-Johnson-Preis, der von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft vergeben wird. 2006 wurde er für sein Prosawerk, insbesondere den Journalroman \u003cem\u003eSchnee in den Ardennen\u003c\/em\u003e, mit dem Hermann-Lenz-Preis ausgezeichnet, 2009 erhielt er den Schiller-Ring. 2014 wurde Jürg\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eWeitere Angaben\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003eBuch (Hardcover), Deutsch, 244 Seiten\u003c\/div\u003e","brand":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":63765047214429,"sku":"K022964984","price":14.25,"currency_code":"CHF","in_stock":false}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0911\/8915\/0045\/files\/2296498400001A.jpg?v=1772994732","url":"https:\/\/weltbild.ch\/products\/im-radio-das-meer-jurgen-becker","provider":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","version":"1.0","type":"link"}