{"product_id":"stalinparias-paul-glockner","title":"Stalinparias (Paul Glöckner)","description":"\u003cdiv\u003e»In einer Wüste karg und darr,             \u003cbr\u003e            Auf dem von Glut geborstnen Grunde,             \u003cbr\u003e            Ragt wie ein Posten drohend starr,             \u003cbr\u003e             Ein Baum allein in leerer Runde.             \u003cbr\u003e                         \u003cbr\u003e            Der Steppen durstgequältes Glühn             \u003cbr\u003e            Hat ihm am Tag des Zorns sein Leben             \u003cbr\u003e            Und seiner Zweige totes Grün              \u003cbr\u003e            Und seinen Wurzeln Gift gegeben.              \u003cbr\u003e                         \u003cbr\u003e            Doch einen Menschen hat ein Mensch              \u003cbr\u003e            Entsandt mit herrscherlichem Blicke:             \u003cbr\u003e            Der brach gehorsam auf und kehrt             \u003cbr\u003e            Gen Morgen mit dem Gift zurücke.              \u003cbr\u003e                         \u003cbr\u003e            Er bracht es heim - und leichenfarb             \u003cbr\u003e            Sank, als die Kräfte ihn verließen,             \u003cbr\u003e            Der arme Sklav' ins Zelt und starb,             \u003cbr\u003e            Dem Unbesiegbaren zu Füßen.             \u003cbr\u003e                         \u003cbr\u003e            Der Fürst hat mit dem Gift getränkt             \u003cbr\u003e            Die Pfeile, die ihm blind vertrauen,             \u003cbr\u003e            Und damit Untergang gelenkt,             \u003cbr\u003e            Zu Nachbarn in entfernten Gauen.«             \u003cbr\u003e                         \u003cbr\u003e            So A. Puschkin im vor 200 Jahren verfassten Gedicht »Antschar«, hier in der Übersetzung von R. Keil.\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eAutorenportrait\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003ePaul Glöckner wurde 1934 in der wolgadeutschen Republik in einer Lehrerfamilie geboren. Als er sieben Jahre alt war, wurde die Familie nach Nordkasachstan vertrieben. Nachdem er 1953 die Zehnjahrschule beendet hatte und wegen der Spezialkommandantur seinen Traum, Architekt zu werden, nicht realisieren durfte, wurde er Lehrer der deutschen Sprache in der Siebenjahrschule im Ort Komarowka. 1954 trat er in die Fremdsprachenfakultät der Kasachischen Staatshochschule zu Alma-Ata ein, absolvierte sie und wurde 1959 - als diplomierter Lehrer seiner Muttersprache - samt seiner Mitstudentin und Ehefrau Maria - nach Westkasachstan geschickt. Beide arbeiteten in der Stadt Uralsk und erzogen zwei Töchter. Von 1972 an arbeitete er fünfzehn Jahre als Organisator der Erziehungsbeihilfe in der Schule Nr. 9, dann als Direktor der Schule Nr. 32. Nach dem Tod seiner Frau zog er 1993 samt Töchtern nach Deutschland, wo er als Rentner in seiner geschichtlichen Heimat Wetzlar lebt. Sein Vater wurde 1942 wegen angeblicher konterrevolutionärer Tätigkeit zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde später in 10 Jahre GULag umgewandelt und er kam erst 1953, nur Haut und Knochen, zur Familie zurück. Seine Mutter entkam nur knapp der Arbeiterarmee, sie musste ab 1941 als Kolchosbäuerin schuften und durfte erst ab 1946 wieder als Lehrerin arbeiten. Das Schicksal seiner Familie und Millionen anderer Russlanddeutscher inspirierte Paul Glöckner zu seinen, die Grausamkeiten des Stalinismus entlarvenden Romanen »Simorodok«, »Leid und Tod« und »Isgoi«, die seit 2021 im R. G. Fischer Verlag veröffentlicht wurden.\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eWeitere Angaben\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003eBuch (Paperback), Deutsch, 194 Seiten\u003c\/div\u003e","brand":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":65917014114653,"sku":"K010499718","price":17.4,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0911\/8915\/0045\/files\/1049971800001A.jpg?v=1789383541","url":"https:\/\/weltbild.ch\/products\/stalinparias-paul-glockner","provider":"Weltbild.ch Bücher \u0026 Outlet","version":"1.0","type":"link"}