{"product_id":"wunschloses-ungluck-peter-handke-9783518244494","title":"Wunschloses Unglück (Peter Handke)","description":"\u003cdiv\u003e\n\u003cp\u003e»Unter der Rubrik \u003cem\u003eVermischtes \u003c\/em\u003estand in der Sonntagsausgabe der Kärntner Volkszeitung folgendes: 'In der Nacht zum Samstag verübte eine 51jährige Hausfrau aus A. (Gemeinde G.) Selbstmord durch Einnehmen einer Überdosis von Schlaftabletten.' \u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEs ist inzwischen fast sieben Wochen her, seit meine Mutter tot ist, und ich möchte mich an die Arbeit machen, bevor das Bedürfnis, über sie zu schreiben, das bei der Beerdigung so stark war, sich in die stumpfsinnige Sprachlosigkeit zurückverwandelt, mit der ich auf die Nachricht von dem Selbstmord reagierte.« \u003cbr\u003e\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e\u003cstrong\u003eDieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp«\u003c\/strong\u003e: Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus' Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.\u003c\/p\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eAutorenportrait\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003e\n\u003cp\u003ePeter Handke wird am 6. Dezember 1942 in Griffen (Kärnten) geboren. Die Familie mütterlicherseits gehört zur slowenischen Minderheit in Österreich; der Vater, ein Deutscher, war in Folge des Zweiten Weltkriegs nach Kärnten gekommen. Zwischen 1954 und 1959 besucht Handke das Gymnasium in Tanzenberg (Kärnten) und das dazugehörige Internat. Nach dem Abitur im Jahr 1961 studiert er in Graz Jura. Im März 1966, Peter Handke hat sein Studium vor der letzten und abschließenden Prüfung abgebrochen, erscheint sein erster Roman \u003cem\u003eDie Hornissen\u003c\/em\u003e. Im selben Jahr 1966 erfolgt die Inszenierung seines inzwischen legendären Theaterstücks \u003cem\u003ePublikumsbeschimpfung \u003c\/em\u003ein Frankfurt am Main in der Regie von Claus Peymann.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSeitdem hat er mehr als dreißig Erzählungen und Prosawerke verfasst, erinnert sei an: \u003cem\u003eDie Angst des Tormanns beim Elfmeter \u003c\/em\u003e(1970), \u003cem\u003eWunschloses Unglück\u003c\/em\u003e (1972), \u003cem\u003eDer kurze Brief zum langen Abschied \u003c\/em\u003e(1972), \u003cem\u003eDie linkshändige Frau \u003c\/em\u003e(1976), \u003cem\u003eDas Gewicht der Welt\u003c\/em\u003e (1977), \u003cem\u003eLangsame Heimkehr \u003c\/em\u003e(1979), \u003cem\u003eDie Lehre der Sainte-Victoire \u003c\/em\u003e(1980), \u003cem\u003eDer Chinese des Schmerzes \u003c\/em\u003e(1983),\u003cem\u003e Die Wiederholung \u003c\/em\u003e(1986), \u003cem\u003eVersuch über die Müdigkeit\u003c\/em\u003e (1989), \u003cem\u003eVersuch über die Jukebox\u003c\/em\u003e (1990), \u003cem\u003eVersuch über den geglückten Tag\u003c\/em\u003e (1991), \u003cem\u003eMein Jahr in der Niemandsbucht \u003c\/em\u003e(1994), \u003cem\u003eDer Bildverlust \u003c\/em\u003e(2002), \u003cem\u003eDie Morawische Nacht\u003c\/em\u003e (2008), \u003cem\u003eDer Große Fall\u003c\/em\u003e (2011), \u003cem\u003eVersuch über den Stillen Ort\u003c\/em\u003e (2012), \u003cem\u003eVersuch über den Pilznarren\u003c\/em\u003e (2013). \u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eAuf die \u003cem\u003ePublikumsbeschimpfung \u003c\/em\u003e1966 folgt 1968, ebenfalls in Frankfurt am Main uraufgeführt, \u003cem\u003eKaspar. V\u003c\/em\u003eon hier spannt sich der Bogen weiter über \u003cem\u003eDer Ritt über den Bodensee \u003c\/em\u003e1971), \u003cem\u003eDie Unvernünftigen sterben aus \u003c\/em\u003e(1974), \u003cem\u003eÜber die Dörfer\u003c\/em\u003e (1981), \u003cem\u003eDas\u003c\/em\u003e \u003cem\u003eSpiel vom Fragen oder Die Reise zum sonoren Land \u003c\/em\u003e(1990), \u003cem\u003eDie Stunde da wir nichts voneinander wußten\u003c\/em\u003e (1992), über den \u003cem\u003eUntertagblues \u003c\/em\u003e(2004) und \u003cem\u003eBis daß der Tag euch scheidet \u003c\/em\u003e(2009) über das dramatische Epos \u003cem\u003eImmer noch Sturm\u003c\/em\u003e (2011) bis zum Sommerdialog \u003cem\u003eDie schönen Tage von\u003c\/em\u003e \u003cem\u003eAranjuez \u003c\/em\u003e(2012) zu \u003cem\u003eDie Unschuldigen, ich und die Unbekannte am Rand der Landstraße\u003c\/em\u003e (2016).\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDarüber hinaus hat Peter Handke viele Prosawerke und Stücke von Schriftsteller-Kollegen ins Deutsche übertragen: Aus dem Griechischen Stücke von Aischylos, Sophokles und Euripides, aus dem Französischen Emmanuel Bove (unter anderem \u003cem\u003eMeine Freunde\u003c\/em\u003e), René Char und Francis Ponge, aus dem Amerikanischen Walker Percy.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSein Werk wurde mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet. Die Formenvielfalt, die Themenwechsel, die Verwendung unterschiedlichster Gattungen (auch als Lyriker, Essayist, Drehbuchautor und Regisseur ist Peter Handke aufgetreten) erklärte er selbst 2007 mit den Worten: »Ein Künstler ist nur dann ein exemplarischer Mensch, wenn man an seinen Werken erkennen kann, wie das Leben verläuft. Er muß durch drei, vier, zeitweise qualvolle Verwandlungen gehen.«\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003e2019 wurde Peter Handke mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet.\u003c\/p\u003e\nOlaf Nicolai (*1962) studierte Literatur- und Sprachwissenschaft und promovierte zur Poetik der »Wiener Gruppe«. Seit Anfang der 1990er Jahre ist er regelmäßig in internationalen Ausstellungen vertreten. Er arbeitet multimedial und disziplinübergreifend. Seine künstlerischen Arbeiten und Projekte wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen und Präsentationen gezeigt, u. a. im Musée du Louvre in Paris, im Centre Pompidou in Paris, in der Pinakothek der Moderne München, im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und im Watari-Um Museum Tokyo. Er wurde zur documenta X und zur documenta 14 eingeladen. 2015 bespielte Olaf Nicolai im Rahmen des Deutschen Pavillons auf der 56. Biennale von Venedig das Dach des Pavillons mit der siebenmonatigen performativen Installation \u003cem\u003eGiro\u003c\/em\u003e. Mit der Arbeit \u003cem\u003e30 Farben\u003c\/em\u003e, die u. a. in der Sammlung des MoMA in New York vertreten ist, entwickelte er ein Designtool, das er hier - auf Einladung des Suhrkamp Verlags - zur Anwendung bringt.\u003cbr\u003e\u003cbr\u003e\n\u003c\/div\u003e\u003ch4\u003eWeitere Angaben\u003c\/h4\u003e\u003cdiv\u003eBuch (Hardcover), Deutsch, 88 Seiten\u003c\/div\u003e","brand":"Weltbild.ch: Bücher \u0026 Outlet","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":66003983761757,"sku":"K010623828","price":16.2,"currency_code":"CHF","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/0911\/8915\/0045\/files\/1062382800001A.jpg?v=1790150458","url":"https:\/\/weltbild.ch\/products\/wunschloses-ungluck-peter-handke-9783518244494","provider":"Weltbild.ch Bücher \u0026 Outlet","version":"1.0","type":"link"}