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3096 Tage (Natascha Kampusch)

3096 Tage (Natascha Kampusch)

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Vom Schulweg ins Verlies, ein Schicksal, das Europa erschütterte

Über Jahre lebte Natascha Kampusch als Kind an einem Ort ohne Zeugen. Schule, Freunde und Familie gab es für sie nur noch in der Erinnerung. Schritt für Schritt beschreibt sie, wie Angst, Kontrolle und kleine Freiräume ihren Alltag bestimmten.

Der Fall von Natascha Kampusch gehört zu den bekanntesten Entführungen der jüngeren europäischen Geschichte. Als Zehnjährige verschwindet sie auf dem Schulweg und lebt fortan in einem abgeschotteten Versteck, kontrolliert von ihrem Entführer, dem Nachrichtentechniker Wolfgang Priklopil. Über viele Jahre entwickelt sie Routinen, um den Alltag in der Gefangenschaft zu überstehen. In »3096 Tage« spricht sie erstmals ausführlich über die Entführung, die Zeit der Isolation, ihr schwieriges Verhältnis zu Wolfgang Priklopil und darüber, wie es ihr gelang, dieser Hölle zu entkommen und den Weg zurück in ein eigenes Leben zu finden. So setzt sie den Bildern von außen eine präzise und persönliche Darstellung ihrer Geschichte entgegen.

Das Buch zeigt, wie eng persönliche Erfahrung, mediale Deutung und gesellschaftliche Erwartungen miteinander verbunden sind. So wird »3096 Tage« zu einem eindringlichen Zeugnis moderner Zeitgeschichte.

»Das Dokument einer Selbstermächtigung und die Zurückweisung der banalen Psychologisierungsmuster des Boulevards ... Ein gutes Buch.« Der Tagesspiegel, Dennis Scheck


Autorenportrait

Natascha Kampusch, Jahrgang 1988, war zehn Jahre alt, als sie auf dem Schulweg entführt wurde. Erst nach über acht Jahren gelang ihr die Flucht. Seitdem versucht sie, ihr Leben in Freiheit zu meistern. Seit einigen Jahren engagiert sie sich für traumatisierte Jugendliche.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Deutsch, 288 Seiten
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