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ABSTRAKT. material + struktur (Christine Wetzlinger-Grundnig / Museum Moderner Kunst Kärnten)
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Der Katalog dokumentiert die gleichnamige Ausstellung (25.6.-15.10.2026) im Museum Moderner Kunst Kärnten/MMKK. Darüber hinaus zeigt er alle Werke, die sich zum Thema in der Kunstsammlung des Landes befinden, beschreibt die Arbeiten und ergänzt ausführliche Biografien der Künstler:innen.Im Fokus der mittlerweile achten aus der Kunstsammlung des Landes bestückten Ausstellung des MMKK stehen abstrakte Positionen, die die Autonomie und die Formbarkeit der Farbe sowie ihre Substitution und Aufhebung zur Grundlage und sich etwa über das Materialbild von der Fläche in den Raum entwickelt haben: vom Konstruktivismus über die Konkrete Kunst und die Farbfeldmalerei zur Minimal Art. An diese modernen und nachkriegsavantgardistischen Prozesse schließen die beteiligten Künstler:innen an, einige sogar unmittelbar, wie etwa Hans Bischoffshausen, Otto Piene und Bernard Aubertin, die im direkten Einflussbereich von ZERO arbeiteten. Valentin Oman nahm die Ideen von Tachismus und Informel auf, Sepp Schmölzer und Cornelius Kolig übertrugen die Materialexperimente in den skulpturalen Bereich. Ferdinand Penker verband Elemente der amerikanischen Nachmalerischen Abstraktion mit minimalistischen Aspekten. Daran knüpfen die jüngeren Generationen an: Heinz und Roswitha Aichernig, Johannes Domenig, Isabella Hollauf, Michael Kos, Renate Krammer, Marlies Liekfeld-Rapetti, Claus Prokop, Arnulf Rainer, Peter Sandbichler, Rudi Stanzel oder Veronika Suschnig erzeugen am Materialbild Rhythmus und Struktur. Manfred Bockelmann, Angelika Kaufmann, Hubert Lobnig, Arno Popotnig oder Drago Julius Prelog erstellen diese malerisch oder zeichnerisch auf Papier und Leinwand. Johann Feilacher, Sibylle von Halem, Katharina Heinrich, Gerhild Tschachler-Nagy, Herbert Unterberger und Rainer Wulz übertragen die Prinzipien in die Skulptur. Jakob Gasteiger, Michael Krawagna, Manfred Mörth, Thomas Reinhold, Rudolfine P. Rossmann und Klaus-Dieter Zimmer experimentieren mit dem Farbstoff auf dem Bildgeviert, um seine Qualitäten auszureizen. Karl Hikade nutzt die Collage. Uwe Bressnik und Terese Kasalicky führen die bildnerischen Überlegungen mit farbig transparenten Kunststoffen und eingefärbten Schnüren weiter.
Autorenportrait
Christine Wetzlinger-Grundnig, geb. 1966, 1985-1994 Studium der Ethnologie und Kunstgeschichte in Wien und Graz, 1995-2002 an der Kärntner Landesgalerie im Wissenschaftlichen Dienst tätig, 1996-2002 stellvertretende Leiterin der Kärntner Landesgalerie, 2003-2010 Leiterin der Kunstsammlung des Landes Kärnten, seit 2010 Direktorin und Kuratorin des Museums Moderner Kunst Kärnten, 2004-2013 Mitglied des Kärntner Kulturgremiums.
Weitere Angaben
Buch (Paperback), Klappenbroschur, Englisch, 230 Seiten

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