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Arbeiten und (Über-)Leben (Claudia Kraft)

Arbeiten und (Über-)Leben (Claudia Kraft)

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Arbeiten als soziale Praxis - in seiner das Leben strukturierenden und das Überleben sichernden Form - war und ist ein zentrales Thema der frauen- und geschlechtergeschichtlichen Forschung. Es geht dabei nicht nur darum, wie Menschen versuchten, mit entlohnter Arbeit ihr Leben zu bestreiten, sondern auch darum, wie sogenannte Produktions- und Reproduktionstätigkeiten geschlechtsspezifisch organisiert und gewertet wurden. Diese "L'Homme"-Ausgabe diskutiert historisch kontingente Praxen des Arbeitens seit dem 18. Jahrhundert und fragt nach räumlichen und gesellschaftlichen Verortungen unterschiedlicher Arbeitsfelder. Dabei werden diverse Praxisformen wie Arbeit an der Schwelle von Haus- und Berufsarbeit oder im Kontext von Migration und Kolonialismus in den Blick genommen.

Aus dem Inhalt: Arbeit, Religion und Gender im globalen Textilhandwerk / Kontroversen über Au-pair-Mobilität im 20. Jahrhundert / Feministische Theorie in Gunild Feigenwinters "Manifest der Mütter" / Framing Women's Armed Self-Defence / Transgeschlechtergeschichtliche Perspektiven / Thinking and Feeling along Threads / Die "Erlebnisse einer Serviertochter" / Werdende Väter durch die Linse zweier Berghebammen (1920-1960) / Sexuelle Gewalt in der französischen und österreichischen Armee (1792-1815) / Ausstellungsrezension: Alles Arbeit. Frauen zwischen Erwerbs- und Sorgetätigkeit, Fotoarchiv Blaschka 1950-1966 (hdgö) / 40 Jahre Archiv der deutschen Frauenbewegung

Work as a social practice is a topic that plays a central role in research on women's and gender history. The evaluation of activities as paid professional work or as care work has been and continues to be relevant for gender relations and the social positioning of women and men. The current issue of "L'Homme" discusses the historically contingent practice of work from the 18th century to the present in a gender perspective and examines the spatial and socio-political locations of different fields of work. It examines various forms of practice, such as work at the threshold between domestic and professional work (e.g., in hotels or the work of midwives) or work related to migration (in colonial contexts or as au pairs).

Autorenportrait

Monika Bernold ist Historikerin und Medienwissenschafterin. Lehrt am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft, Universität für Musik und darstellende Kunst/mdw und am Institut für Zeitgeschichte, Universität Wien. Dr. Claudia Kraft ist seit 2018 Professorin für Kultur-, Wissens- und Geschlechtergeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien mit Schwerpunkten u.a. auf der Geschichte des Staatssozialismus in Mittel- und Osteuropa, Rechtsgeschichte und Zwangsmigration. Dr. Anna Leyrer ist Historikerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie hat zur Ideengeschichte der Freundschaft promoviert und forscht aktuell zum politischen Engagement von Frauen in der deutschen Nachkriegszeit. Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte sowie die Politik- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs. Dr. Claudia Kraft ist seit 2018 Professorin für Kultur-, Wissens- und Geschlechtergeschichte am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien mit Schwerpunkten u.a. auf der Geschichte des Staatssozialismus in Mittel- und Osteuropa, Rechtsgeschichte und Zwangsmigration. Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal ist emeritierte Professorin für Neuere Geschichte an der Universität Basel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschlechtergeschichte sowie die Politik- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere Frankreichs.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Deutsch, 184 Seiten
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