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Die neue Penelope (Jeannie Ebner)

Die neue Penelope (Jeannie Ebner)

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Magischer Realismus wienerischer Prägung: höchste Zeit, Jeannie Ebner zu lesen!

«Jeannie Ebner versucht zu träumen, was das wahre Leben ihr nicht mit genügender Deutlichkeit verrät.» Heimito von Doderer

Eine große österreichische Erzählerin, einstmals als bedeutende Stimme der österreichischen Literatur gefeiert, kann mit diesem Erzählband wiederentdeckt werden. Mit höchster Kunstfertigkeit versteht sich Jennie Ebner darauf, Welten in der Schwebe zu halten. In ihrer Prosa ist es nur ein Katzensprung von der Realität in die Phantastik, und vis-à-vis vom Gewöhnlichen wohnt das betörend Zauberhafte.

Das Changieren zwischen wiedererkennbarer Wirklichkeit und surrealer Verfremdung zeichnet ihre Prosadichtungen aus: ein doppelbödiges Fabulieren, das in Epiphanien des Gewöhnlichen mündet. Darin spielt sie auf antike Mythologie und christliche Symbolik an, verliert sich aber nicht im Zufälligen oder Referenziellen, sondern erkundet Menschen und Menschenwelt der Gegenwart mit sensiblem Gespür für soziale und mentale Prägungen. Wenn in ihren Erzählungen das Vertraute und das Unvertraute ineinanderfließt, ist am Ende nichts so, wie es auf den ersten Blick schien.

In der österreichischen Nachkriegszeit als traditionsbewusste Modernistin willkommen geheißen, tritt Jeannie Ebner nun ein weiteres Mal ins Rampenlicht.

Autorenportrait

Jeannie Ebner (1918-2004) wurde in Sydney geboren, wohin ihr österreichischer Vater ausgewandert war, und wuchs in Wiener Neustadt auf. Nach Abschluss der Handelsschule begann sie eine Lehre in der elterlichen Spedition. Mit 21 Jahren Firmenchefin, studierte sie nebenher Bildhauerei an der Wiener Kunstakademie und schrieb - hochgeschätzt von Heimito von Doderer und Hilde Spiel - Prosa und Lyrik. 1954 wurde sie freiberufliche Schriftstellerin und literarische Übersetzerin u. a. von Doris Lessing. 1962 erhielt sie den Robert-Musil-Preis, 1970 die Adalbert-Stifter-Medaille und 1971 den Literaturpreis der Stadt Wien. Von 1968 bis 1978 war sie Redakteurin und Mitherausgeberin der Zeitschrift «Literatur und Kritik». Ihre Erzählbände, Romane und Gedichtsammlungen fanden über die Grenzen Österreichs hinaus Beachtung.

Weitere Angaben

Buch (Hardcover), Deutsch, 336 Seiten
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