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Ewiger Vorrat deutscher Poesie, 2 Teile (Rudolf Borchardt)

Ewiger Vorrat deutscher Poesie, 2 Teile (Rudolf Borchardt)

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Die große kritische und kommentierte Gesamtausgabe der Werke von Rudolf Borchardt jetzt im Wallstein Verlag.»Die Borchardt`sche Anthologie, so eigenwillig sie ist, gewährt doch unendliche Freude. Es sind wunderbare Gedichte darin, die mir völlig fremd waren [...].« Hugo von HofmannsthalEinhundert Jahre nach ihrer Erstausgabe erweist sich Rudolf Borchardts Gedichtanthologie als integraler Bestandteil seines poetischen wie essayistischen Gesamtwerks. Kein »Lesebuch« mit geliebten Versen, sondern ein Beispiel für die möglichen Resultate einer »schöpferischen Restauration« im Zeichen einer zentralen kulturpolitischen Debatte der Weimarer Republik.Diese Auswahl mit chronologisch abweichender Anordnung und provokanter Textredaktion sollte herkömmliche Anthologien ausstechen und Leser dafür gewinnen, die Eigenheit des Lyrischen besser zu verstehen. Polemisch schwungvoll erläutert Borchardt im Nachwort seine Absicht, ein gleichrangiges deutsches Gegenstück zu Francis Turner Palgraves berühmtem "Golden Treasury" zu schaffen.Im Textband wird ein Faksimile der 1926 in der Bremer Presse veröffentlichten Erstausgabe geboten. Der Kommentar dokumentiert Entstehung und Druckgeschichte des "Ewigen Vorrats" bis zu seiner zweiten Auflage von 1933, rekonstruiert die Textkonstitution aller Gedichte und zeichnet die Wirkungsgeschichte des Buches vom ersten Erscheinen bis 1991 nach.

Autorenportrait

Rudolf Borchardt, geb. 1877 in Königsberg / Ostpreußen, studierte klassische Philologie in Berlin, Bonn und Göttingen, lebte als freier Autor seit 1904 in der Toskana, war befreundet mit Rudolf Alexander Schröder und Hugo von Hofmannsthal, publizierte Lyrik, Dramen, Übersetzungen, Essays und Erzählungen und gewann vor allem als öffentlicher Redner seit 1912 mehr und mehr Einfluß auf die deutsche Öffentlichkeit. Die politischen Streitschriften des strikt Konservativen, der wegen seiner jüdischen Herkunft von den Nationalsozialisten angegriffen und schließlich verfolgt wurde, spiegeln die polemischen Auseinandersetzungen der zwanziger und dreißiger Jahre in Deutschland. Gestorben nach einer abenteuerlichen Flucht in Trins am Brenner am 10. Januar 1945. Gerhard Schuster, geb. 1956, Honorarprofessor für deutsche Literaturwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, ist Leiter des von Heribert Tenschert 2001 mäzenatisch begründeten Rudolf Borchardt Archivs in Wetzlar/Lahn, das sämtliche Lebensspuren dieses Autors in Druck, Handschrift und Bild erforscht und dokumentiert.

Weitere Angaben

Unbekannt (BA), Leinen, Deutsch, 1336 Seiten
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