Intergeschlechtlichkeit in pädagogischen Kontexten (Mart Enzendorfer)
Intergeschlechtlichkeit in pädagogischen Kontexten (Mart Enzendorfer)
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In pädagogischen Kontexten lässt sich eine Entkonzeptualisierung des Themas Intergeschlechtlichkeit feststellen, die hegemoniale Zweigeschlechterdiskurse stabilisiert und zu pathologischen Selbst- und Fremdpositionierungen intergeschlechtlicher Menschen führt. Die in der Studie erhobenen biografischen Erzählungen intergeschlechtlicher Menschen verweisen auf vielfältige Normalisierungs- und Tabuisierungspraktiken in Familie und Schulzeit. Mart Enzendorfer rekonstruiert diese als Silencing-Strategien. Pädagogische Kontexte können aber auch als zentrale Subjektivierungs- und Bildungsräume fungieren, in denen eine inter*inklusive Konzeptualisierung Potentiale für alle geschlechtlichen Subjekte eröffnet.
Autorenportrait
Mart Enzendorfer (Dr. phil.), geb. 1985, ist Bildungswissenschaftler*in und Sozialpädagog*in. Enzendorfer lehrt seit 2015 u.a. an der Universität Wien, Universität Innsbruck und der Akademie für bildende Künste zu machtkritischen Perspektiven auf Geschlechterverhältnisse und qualitativen Forschungsmethoden. Enzendorfer war von 2016 bis 2022 Universitätsassistent*in am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien und ist Gründungsmitglied der Plattform Intersex Österreich.
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