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Scarabeo (DE) (Samuel Herzog)

Scarabeo (DE) (Samuel Herzog)

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2023 entwickelte Samuel Herzog ein neuartiges Konzept zur Vermessung des Sequerciani, der Gegend rund um das gleichnamige Weingut in der südlichen Toskana. Er konstruierte eine Apparatur, vermöge derer er die Bewegungen eines Käfers in Bewegungen des eigenen Körpers übersetzen konnte. Mit Hilfe dieses «Kompasses» liess er sich von zwanzig lokalen Scarabaeinae zu ebenso vielen Punkten in dem Garten führen. Dort setzte er sich jeweils eine Stunde hin, stets mit der Sonne im Rücken. Er machte ein Foto der Aussicht und notierte, was er erlebte. Ziel des Unterfangens war eine Beschreibung des Sequerciani,deren Charakter von der Landschaft selbst in besonderem Masse mitbestimmt wurde. Denn es war die nichtmenschliche Natur, die den Künstler zu den verschiedenen Ansichten des Gartens führte, welche er dann mit den Mitteln des Menschen zu interpretieren versuchte. Da die Käfer bestimmten, wo Herzog den Bleistift zückte - und also quasi mit ihm schrieben -, nannte er das Projekt Scarabeografia. Diese Publikation entstand während der Residency von Samuel Herzog im Rahmen des Kunstprojektes «Sequerciani Arte Clima» der Fondazione Sequerciani Arte Terra Clima, 2023. Der Inhalt dieses Buches erschien 2024 in einer ersten Publikation bei Edizioni Periferia.

Autorenportrait

Samuel Herzog, geboren 1966, bewegt sich im Grenzbereich von Kunst, Literatur und Journalismus. Er schreibt über seine Reisen, beschäftigt sich mit kulinarischen Themen und widmet sich transmedialen Projekten wie der fiktiven Insel Lemusa, deren Kultur er seit 2001 in Museen, Büchern und auf dem Internet vorstellt. Zuletzt erschienen: Lemusa. Eine Insel in sieben Bänden. Chur: Edition Frida, 2025. Krispin Heé (*1979, Nastätten DE), aufgewachsen in St.Gallen, arbeitet als Buchgestalterin in Zürich und Berlin. Eine enge konzeptionelle Zusammenarbeit mit Künstler:innen, Kurator:innen oder Herausgeber:innen ist integraler Bestandteil ihrer Arbeit. In ihrer gestalterischen Praxis hinterfragt sie die Konventionen der Buchgestaltung auf ihr konzeptionelles und innovatives Potenzial hin und erprobt neue Ansätze, sei dies durch Reorganisation inhaltlicher und typografischer Hierarchien oder durch Experimente mit unkonventionellen Materialitäten. Ihre Arbeit ist mehrfach bei den Schönsten Schweizer Büchern ausgezeichnet worden; 2020 erhielt sie den Walter-Tiemann Preis und 2021 den Jan-Tschichold-Preis.

Weitere Angaben

Unbekannt (BA), Deutsch, 96 Seiten
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