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Scheitert die sozialgerechte Energiewende? (Gloria Amoruso)

Scheitert die sozialgerechte Energiewende? (Gloria Amoruso)

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Die Anliegen Klimaschutz und bezahlbares Wohnen werden häufig als unüberwindbare Zielkonflikte wahrgenommen. Reden wir jedoch von einer sozial gerechten Energiewende kann dies nur zusammengehen - aber wie?Dieser Analyserahmen verbindet Collective-Action-Theorie mit vier Gerechtigkeitsdimensionen: distributive und prozedurale Gerechtigkeit, Anerkennungsgerechtigkeit sowie den Befähigungsansatz. Auf Basis qualitativer Interviews, Dokumenten- und Sekundäranalyse sowie teilnehmender Beobachtung werden die Bedingungen herausgearbeitet, unter denen energetische Modernisierung Mehrwerte für alle Beteiligten schaffen kann. Im Ergebnis zeigt sich, dass Klimaschutz nicht verhandelbar, vielmehr von allen Stakeholder*innen zu verantworten ist: Kosten dürfen nicht überproportional auf Mieter*innen abgewälzt werden, vulnerable Gruppen sind zu entlasten. Der Staat ist aufgefordert zu kompensieren, wo Energiewendekosten und Leistbarkeit auseinanderfallen. Um die Energiewende im Gebäudebestand sozial gerecht zu gestalten, erweisen sich folgende Stellschrauben als besonders wirksam: natürliche Sanierungszyklen, angepasste Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und transparente Kommunikation sowie echte Teilhabe.

Autorenportrait

Gloria Amoruso ist promovierte Politikwissenschaftlerin und vielfach ausgezeichnete Sozialunternehmerin, sie engagiert sich seit über 15 Jahren für soziale und umweltbezogene Gerechtigkeit.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Deutsch, 430 Seiten
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