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Schriften zur Soziologie der Erkenntnis (Émile Durkheim)

Schriften zur Soziologie der Erkenntnis (Émile Durkheim)

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Der Band enthält neben dem Text von Durkheims Vorlesungen »Pragmatismus und Soziologie« den Aufsatz von Durkheim und Marcel Mauss »Über einige primitive Formen von Klassifikation«. Im Anhang wird der Aufsatz von Hans Joas »Durkheim und der Pragmatismus« wiederabgedruckt. Durkheim motiviert seine kenntnisreiche und einfühlsame Auseinandersetzung als Abwehr eines Angriffs auf die Vernunft und den traditionellen Rationalismus der französischen Kultur. Er rückt den Pragmatismus in die Nähe eines individualistischen Utilitarismus und präsentiert dagegen seine Soziologie als die historisch angemessene Form des Rationalismus. Für die französische Geistesgeschichte vor dem Strukturalismus liegt hier sicher ein strategisch entscheidender Punkt. Die Frage lautet heute erneut, wie ein solcher Rationalismus zu verstehen sei und ob wir dem Programm einer »sozialen Konstitution der Kategorien« in einer seiner Gestalten zu folgen vermögen.

Autorenportrait

Emile Durkheim (1858-1917), französischer Soziologe. Begründer der empirischen soziologischen Wissenschaft. Hans Joas, geboren 1948, ist Ernst-Troeltsch-Honorarprofessor an der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und lehrt als Mitglied des Committee on Social Thought an der University of Chicago. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Hans-Kilian-Preis, dem Max-Planck-Forschungspreis, dem Prix Ricoeur, dem Theologischen Preis der Salzburger Hochschulwochen und zuletzt für das wissenschaftliche Lebenswerk mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Michael Bischoff, geboren 1949, studierte Mathematik und Soziologie und war Wissenschaftslektor im Suhrkamp Verlag. Seit 1977 übersetzt er Literatur aus dem Französischen und Englischen, u.a. von Émile Durkheim, Michel Foucault, Isaiah Berlin und Richard Sennett.

Weitere Angaben

Buch (Hardcover), Deutsch, 292 Seiten
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