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Sklavenjagd und Menschenhandel (Jan Robert Weber)

Sklavenjagd und Menschenhandel (Jan Robert Weber)

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Unser Geschichtsbewusstsein verortet Sklavenjagd und Menschenhandel kaum je im mittelalterlichen Europa. Tatsächlich aber war das christliche Abendland im frühen Mittelalter ebenso wie das subsaharische Afrika das politisch-ökonomische Randgebiet einer Welt, die neben Byzanz vor allem vom Kalifat im Vorderen Orient sowie seinen Emiraten in Spanien und Nordafrika beherrscht wurde. Im Zuge des protoglobalen Fernhandels entstand unter dem islamischem Halbmond eine Raumordnung, in der sowohl Afrika als auch Europa zu Lieferzonen der Sklavenmärkte in Konstantinopel, Damaskus, Bagdad und Cordoba wurden. Nichtmuslimische Afrikaner und christliche Europäer wurden gleichermaßen massenhaft gefangen genommen, unterjocht und ausgebeutet - mit einem Wort: versklavt. Mit Blick fürs Detail folgt Jan Robert Weber den historischen Spuren des Sklavenhandels und erzählt die Geschichte der frühmittelalterlichen Slaving Zones mit zweierlei Ausgang: Während das sudanische Afrika dauerhaft zum größten Versklavungsraum der Weltgeschichte hinabsank, rettete sich das lateinische Europa im 10. Jahrhundert mittels Glaube und Gewalt.

Autorenportrait

Jan Robert Weber, 1976 in Berlin geboren, wurde nach dem Studium der Fächer Deutsch und Geschichte in Aberdeen, Greifswald und Berlin an der Freien Universität promoviert. Er lebt in Aschaffenburg und arbeitet als Fachleiter für die hessische Lehrkräfteakademie. Bei Matthes & Seitz Berlin veröffentlichte er als Autor Ästhetik der Entschleunigung. Ernst Jüngers Reisetagebücher und Sklavenjagd und Menschenhandel, außerdem hat er Ludwig Klages' Essay Mensch und Erde in der Reihe Fröhliche Wissenschaft herausgegeben.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Klappenbroschur, Deutsch, 316 Seiten
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