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Spirituelle Kindheit (Xenia Von Tippelskirch)
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Diese kulturgeschichtliche Studie widmet sich der Verehrung des Jesuskindes im frühneuzeitlichen Frankreich und im Alten Reich und eröffnet neue Perspektiven auf religiöse Praxis und Gemeinschaftsbildung. Im Zentrum steht die Frage, wie der Kindjesukult vermittelt und gelebt wurde - und welche prägende Rolle die französische Mystikerin Jeanne-Marie Guyon sowie ihre Rezeption in protestantischem Umfeld dabei spielten. Anhand ausgewählter Fallbeispiele zeichnet die Untersuchung nach, wie Erwachsene sich selbst als Kinder Gottes inszenierten, gesellschaftliche Normen bewusst infrage stellten und neue Formen des Zusammenlebens erprobten. Die Studie macht Gemeinsamkeiten und Unterschiede der frommen Lebensentwürfe sichtbar und bietet zugleich Einblicke in die Weitergabe und Zirkulation religiösen Wissens - über konfessionelle, politische und sprachliche Grenzen hinweg.
Autorenportrait
Xenia von Tippelskirch ist Professorin für Geschichte religiöser Dynamiken an der Goethe-Universität Frankfurt und Direktorin des Institut franco-allemand en sciences historiques et sociales (IFRA-SHS).
Nadine Amsler ist Professeure assistante SNF PRIMA an der Université de Fribourg sowie Assoziierte Forscherin am Historischen Institut der Universität Bern.
Andreea Badea ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Kollegforschungsgruppe "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Birgit Emich ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Sie hat in Freiburg Geschichte und Politikwissenschaften studiert und war von 2010 bis 2016 Inhaberin des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Sie ist Mitglied im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands sowie in der Vereinigung für Verfassungsgeschichte. Von 2012 bis 2019 gehörte sie dem Fachkollegium Geschichtswisssenschaft der DFG an. Sie ist Mitherausgeberin mehrerer Zeitschriften und Reihen sowie Mitglied der Wissenschaftlichen Beiräte der Gerda-Henkel-Stiftung, des Deutschen Historischen Instituts in Rom, des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte in Mainz sowie des Historischen Kollegs in München. Aktuell leitet sie die DFG-Kollegforschungsgruppe "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer" an der Universität Frankfurt am Main.
Dr. Markus Friedrich ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Hamburg.
Christian Windler ist Professor emeritus für Neuere Geschichte am Historischen Institut der Universität Bern.
Weitere Angaben
Buch (Hardcover), Deutsch, 368 Seiten

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