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Szenen der Entnetzung (Lea P. Zierott)

Szenen der Entnetzung (Lea P. Zierott)

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Funkloch, Abschirmung, Signalstörung - Lea P. Zierott beschäftigt sich in ihrer Studie mit Phänomenen der Entnetzung und rückt sie als räumliche sowie materielle Praktiken in den Blick. Sie zeigt, dass Entnetzung nicht bloß als Mangel an Verbindung zu verstehen ist, sondern als komplexes sozio-technisches Gefüge und produktive Form des Sozialen mit eigener Logik. In einer szenografischen Verschränkung von Fallstudie und Theorie geht die Autorin den verschiedenen Entnetzungsphänomenen nach. Sie untersucht, wie durch den Abbruch, die Vermeidung oder die Beeinträchtigung von Verbindung das Paradigma digitaler Netzwerke in Frage gestellt wird. Gleichwohl kann Ent- jedoch nie isoliert von Vernetzung betrachtet werden. Durch ein materialnahes Theoretisieren entwickelt die Arbeit eine medientechnologische und ästhetische Analyse, die sozial- und kulturwissenschaftliche sowie neo-materialistische Ansätze zusammendenkt. Das Buch ist, nicht zuletzt durch den hier entwickelten Begriff der A-Relationalität, ein Plädoyer für eine kritische Entnetzungsforschung, die etablierte Annahmen über Relationalität und Sozialität neu verhandelt.

Autorenportrait

Lea P. Zierott ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie an der Universität Hamburg. Zuvor war sie an der Professur für Soziologische Theorien der Wissensgesellschaft an der Universität Hannover tätig und forschte als Gastwissenschaftlerin an der Universität Haifa. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Gegenbewegungen zu digitalen Netzwerken, Figuren des A-Relationalen sowie Formen des Theoretisierens aus einer neo-materialistischen Perspektive.

Weitere Angaben

Buch (Paperback), Deutsch, 312 Seiten
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