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Vom Versuch eine Brezel gerade zu biegen (Klaus Ruch)
Vom Versuch eine Brezel gerade zu biegen (Klaus Ruch)
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Liselotte wird 1930 in Hausach im Kinzigtal in einen Bäckerhaushalt hineingeboren. Sie entwickelt sich aus schwächlichen Anfängen zu einem Wildfang, der in der Fürsorge des Vaters einen sicheren Rückhalt findet. Der Blick der Heranwachsenden zeigt uns die dörfliche Welt der Handwerker und Bauern, der Knechte und Mägde, ihre Prägung durch den Katholizismus und die allmähliche Aufweichung der dörflichen Gemeinschaft durch den Nationalsozialismus. Denn auch im Bäckerhaus fordert die NS-Politik ihre Opfer: Erste Konflikte mit dem Vater brechen auf. Ein tausendjähriges Reich zerfällt, auf den Trümmern erblüht Liselottes Freundschaft mit der Tochter eines französischen Besatzungsoffiziers. Die Abnabelung vom Elternhaus gipfelt im Zerwürfnis mit dem Vater, das bis ins hohe Alter Spuren hinterlässt.
Autorenportrait
Klaus Ruch wurde 1952 in Freiburg geboren, wo er sein Abitur an einem humanistischen Gymnasium ablegte. Nach dem Studium der Germanistik und Geschichte durchlief er eine Ausbildung zum Lehrer und zog 1985 nach Mailand. An der dortigen Universität arbeitete er im Fachbereich Germanistik als Lektor für deutsche Sprache und Literatur sowie, nachdem die Hürden der italienischen Sprache überwunden waren, nebenbei als Übersetzer. Theoretische Abhandlungen zur Linguistik folgten und auch die Herausgabe einer Anthologie über Mailand. Noch heute ziehen ihn die Stadt und die italienischen Freunde immer wieder nach Mailand zurück.
Weitere Angaben
Buch (Paperback), Großformatiges Paperback. Klappenbroschur, Deutsch, 288 Seiten

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